1–2 Signale pro Tag
Geeignet für Tagesbilanzen, Schlaf, abendliche Rückblicke. Sehr geringe Belastung, aber keine Aussage über Schwankungen im Tagesverlauf.
Die Signalzahl ist die wichtigste Designentscheidung einer EMA-Studie: Sie bestimmt, wie fein Sie Verläufe abbilden können – und wie stark Sie Teilnehmende belasten. Dieser Leitfaden gibt Ihnen ein Vorgehen statt einer Pauschalzahl.
Multiplizieren Sie Signale × Studientage × Beantwortungszeit. 6 Signale × 14 Tage × 45 Sekunden ergeben rund 63 Minuten reine Beantwortungszeit plus 84 Unterbrechungen. Diese Zahl gehört in Ihre Einwilligungsinformation und in die Ethik-Einreichung.
Geeignet für Tagesbilanzen, Schlaf, abendliche Rückblicke. Sehr geringe Belastung, aber keine Aussage über Schwankungen im Tagesverlauf.
Häufiger Standardbereich für Affekt, Stress, Konzentration. Guter Kompromiss aus Datendichte und Abbruchrisiko, auch für Abschlussarbeiten realistisch.
Für schnell schwankende Zustände oder situationsnahe Fragen. Erfordert sehr kurze Fragebögen, gute Betreuung und meist einen kürzeren Studienzeitraum.
Nur mit starker Begründung, kleiner Item-Zahl und ggf. Incentivierung. Belastung und Reaktivität steigen deutlich.
Formulieren Sie die Hypothese mit Zeitbezug: „Anspannung steigt in den zwei Stunden vor einer Prüfung“ verlangt engere Signale als „an Tagen mit wenig Schlaf ist die Stimmung schlechter“.
Für Mehrebenenmodelle brauchen Sie ausreichend Messzeitpunkte je Person. Mehr Tage bei weniger Signalen sind oft besser verträglich als viele Signale an wenigen Tagen.
Definieren Sie ein Tagesfenster (z. B. 9–21 Uhr) und einen Mindestabstand zwischen Signalen, damit sie nicht zusammenfallen.
Kurz (15–30 Min.) für hohe Momentnähe, länger (bis 60 Min.) für höhere Compliance. Das Fenster bestimmt, ab wann ein Signal als verpasst gilt.
Lassen Sie zwei bis drei Personen zwei Tage mitlaufen. Fragen Sie nach empfundener Störung, Zeitpunkten und technischen Problemen – und korrigieren Sie erst dann den Plan.
Zufällige Zeitpunkte innerhalb von Fenstern reduzieren Antizipation und liefern repräsentativere Momentaufnahmen. Feste Zeitpunkte sind planbarer und passen zu Routinen wie Mahlzeiten oder Schichtenden.
Bei mehreren Signalen täglich sind 5–8 Items realistisch. Längere Instrumente gehören in eine einmalige Eingangsbefragung oder in eine abendliche Tagebuchmessung.
7–14 Tage sind verbreitet. Kürzere Zeiträume liefern zu wenige Messzeitpunkte, deutlich längere erhöhen Ermüdung und Abbruch.
Formel, Kennzahlen und praxisnahe Maßnahmen bei niedrigen Antwortquoten.
Welches Design zu Ihrer Fragestellung passt – mit Entscheidungshilfe.
Kurze Item-Sets als Startpunkt für Tagebuch- und EMA-Studien.
Standard-Fragebögen kostenlos, Pulse für wiederkehrende Studien ab 59,90 € pro Monat.
Legen Sie eine Daily-Diary- oder EMA-Studie an und testen Sie den Zeitplan vor dem Feldstart auf Ihrem eigenen Gerät.