Beispiel
14 Tage × 5 Signale = 70 geplante Signale pro Person. Werden 49 beantwortet, liegt die Compliance bei 70 %. Bei 20 Personen berechnen Sie zusätzlich den Mittelwert und die Streuung über Personen.
Compliance ist die zentrale Qualitätskennzahl intensiver Längsschnittdaten: Wie viele der geplanten Signale wurden tatsächlich beantwortet? Dieser Leitfaden zeigt die Berechnung, sinnvolle Zusatzkennzahlen und was bei schwacher Beteiligung wirklich hilft.
Compliance = beantwortete Signale ÷ geplante Signale × 100. Geplant sind alle Signale, die innerhalb des Studienzeitraums an eingeschriebene Teilnehmende ausgelöst wurden; beantwortet sind alle, die innerhalb des Antwortfensters vollständig abgeschickt wurden. QueryMe weist diese Quote pro Studie und pro Teilnehmendem aus.
14 Tage × 5 Signale = 70 geplante Signale pro Person. Werden 49 beantwortet, liegt die Compliance bei 70 %. Bei 20 Personen berechnen Sie zusätzlich den Mittelwert und die Streuung über Personen.
Antwortverzögerung (Zeit vom Signal bis zur Antwort), Compliance im Zeitverlauf (fällt sie ab Tag 5 ab?), Anteil Personen unter einer festgelegten Mindestquote und Abbruchzeitpunkte.
Bei 5–8 Items und unter einer Minute Beantwortungszeit sinkt die Abbruchwahrscheinlichkeit deutlich. Streichen Sie jedes Item, das Sie nicht in einer Hypothese verwenden.
Zu viele Signale erzeugen Ermüdung. Prüfen Sie, ob 4 statt 7 Signale Ihre Fragestellung noch beantworten.
Signale mitten in Vorlesungen, Nachtschichten oder Schulzeiten werden verpasst. Fragen Sie typische Tagesstrukturen im Onboarding ab und setzen Sie das Fenster entsprechend.
Die meisten Ausfälle entstehen am Tag 1 durch fehlende Push-Erlaubnis. Verweisen Sie auf die bebilderte Anleitung und prüfen Sie nach dem ersten Tag, wer noch kein Signal beantwortet hat.
Ein sehr kurzes Fenster erhöht die Momentnähe, senkt aber die Quote. 30–60 Minuten sind ein üblicher Kompromiss.
Compliance pro Person und Tag zeigt Probleme früh. Ein kurzer Hinweis an inaktive Teilnehmende in den ersten Tagen wirkt mehr als jede Maßnahme am Studienende.
Das hängt von Design und Feld ab. In vielen EMA-Studien gelten 70–80 % als gut, 50–60 % als grenzwertig. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Schwelle vorab festlegen und die tatsächliche Quote transparent berichten.
Nein. Als beantwortet gilt ein innerhalb des Antwortfensters abgeschlossenes Signal. Teilweise ausgefüllte Signale sollten Sie separat berichten.
Nach vorab definierter Regel ausschließen und die Sensitivität prüfen: Mehrebenenmodelle verkraften fehlende Messzeitpunkte, systematisch fehlende Daten verzerren aber Ergebnisse.
Belastung, Datendichte und typische Designentscheidungen abwägen.
Wie Web-Push funktioniert und welche Geräte es unterstützen.
CSV nach R, SPSS und Excel bringen – Long-Format richtig verarbeiten.
Welches Design zu Ihrer Fragestellung passt – mit Entscheidungshilfe.
Pro Studie sehen Sie geplante und beantwortete Signale, Compliance je Person und den Verlauf über die Studientage.