Daily Diary
1 Messung pro Tag, meist fester Zeitpunkt, Rückblick auf den Tag. Gut für Tagesbilanzen, Schlaf, Tagesstress, Zufriedenheit. Geringe Belastung, einfache Auswertung auf Tagesebene.
Beide Designs erheben wiederholt Daten im Alltag – sie unterscheiden sich aber in Messfrequenz, Erinnerungszeitraum und Belastung. Dieser Leitfaden zeigt, wann eine Tagebuchstudie (Daily Diary) ausreicht und wann Ecological Momentary Assessment (EMA) mit mehreren Signalen pro Tag nötig ist.
Daily Diary erhebt einmal täglich, typischerweise abends, einen Rückblick auf den Tag. EMA erhebt mehrmals täglich zu (semi-)zufälligen Zeitpunkten den aktuellen Zustand. Damit sinkt bei EMA der Erinnerungsfehler, gleichzeitig steigen Signalzahl, technischer Aufwand und Belastung der Teilnehmenden.
1 Messung pro Tag, meist fester Zeitpunkt, Rückblick auf den Tag. Gut für Tagesbilanzen, Schlaf, Tagesstress, Zufriedenheit. Geringe Belastung, einfache Auswertung auf Tagesebene.
3–8 Messungen pro Tag, Signale in Zeitfenstern, Fragen zum aktuellen Moment. Gut für Schwankungen im Tagesverlauf, Situationsbezug, Affektdynamik. Höhere Belastung, dichtere Daten.
Verändert es sich innerhalb von Stunden (Stimmung, Anspannung, Konzentration), brauchen Sie EMA. Verändert es sich über Tage (Schlafqualität, Arbeitsbelastung, Studienfortschritt), reicht Daily Diary.
Wenn Sie Kontext erfassen wollen („Wo sind Sie gerade?“, „Mit wem?“), ist EMA sinnvoll. Ein Tagesrückblick kann Situationen nur grob rekonstruieren.
Rechnen Sie Signale × Tage × Fragen. Eine EMA-Studie mit 6 Signalen über 14 Tage bedeutet 84 Unterbrechungen – halten Sie den Fragebogen dann bei 5–8 Items.
Beide Designs erzeugen genestete Daten (Messzeitpunkte in Personen) und werden typischerweise mit Mehrebenenmodellen analysiert. Bei EMA kommen Zeitpunkt- und Tagesebene hinzu, was mehr Messzeitpunkte pro Person voraussetzt.
Beim Anlegen einer Studie wählen Sie den Studienmodus: Standard (einmalige Befragung), Daily Diary oder Experience Sampling/EMA. Für Daily Diary und EMA konfigurieren Sie Studienzeitraum, Zeitfenster, Signale pro Tag, Antwortfenster und optionale Erinnerung; die Signale werden per Web-Push ausgeliefert. Wiederkehrende Modi benötigen QueryMe Pulse.
Die Begriffe werden weitgehend synonym verwendet. Experience Sampling Method (ESM) stammt aus der Psychologie, Ecological Momentary Assessment (EMA) aus der Gesundheitsforschung. Beide bezeichnen wiederholte Momentaufnahmen im Alltag.
Ja, das ist üblich: mehrere kurze Momentmessungen am Tag plus eine längere Abendbefragung. In QueryMe legen Sie dafür zwei Studien an und teilen beide Links bzw. Codes mit derselben Gruppe.
Daily Diary ist meist der sicherere Weg: weniger Technikrisiko, geringere Abbruchquote und einfachere Auswertung. EMA lohnt sich, wenn Ihre Fragestellung ausdrücklich auf Schwankungen innerhalb eines Tages zielt.
Belastung, Datendichte und typische Designentscheidungen abwägen.
Formel, Kennzahlen und praxisnahe Maßnahmen bei niedrigen Antwortquoten.
Wie Web-Push funktioniert und welche Geräte es unterstützen.
Signalplanung, Antwortfenster und Web-Push – so laufen wiederholte Alltagsmessungen in QueryMe.
Studienmodus auswählen, Items eintragen, Signalplan setzen – anschließend Link und Teilnehmendencodes teilen.